Venova AG: B2B-Bestellportal mit Anbindung an Dynamics NAV und Shopware

Fachkunden der Venova AG bestellen rund um die Uhr zu ihren eigenen Konditionen, und jede Bestellung landet automatisch im ERP.

Ähnliches Projekt besprechen

Projekt auf einen Blick

Kunde
Venova AG, Schweiz
Branche
Distribution von Klima- und Solarprodukten
Lösung
Individuell entwickeltes B2B-Bestellportal: b2b.venova.ch
Integrationen
Microsoft Dynamics NAV (ERP), Shopware (Webshop), PostFinance Checkout (Zahlung)
Technologie
Symfony 8, PHP 8.4, PostgreSQL 17
Projektdauer
rund drei Monate, 2026
Ergebnis
Bestellungen im Self-Service rund um die Uhr, automatisch als Verkaufsauftrag im ERP
Startseite des Venova B2B-Portals mit Einstieg für Login und Registrierung neuer Geschäftskunden
Kundenprojekt · B2B-Portal

Venova AG

Smart Dato hat für die Schweizer Venova AG das B2B-Bestellportal b2b.venova.ch von Grund auf konzipiert und entwickelt. Geschäftskunden melden sich ohne Passwort an und sehen ihre individuell verhandelten Preise, ihr freigegebenes Sortiment und die aktuelle Verfügbarkeit. Jede Bestellung wird automatisch als Verkaufsauftrag in Microsoft Dynamics NAV angelegt, Produktdaten und Verfügbarkeit kommen aus dem bestehenden Shopware-Webshop. So hat Venova einen zusätzlichen Vertriebskanal, ohne ein weiteres Datensilo aufzubauen.

Über die Venova AG

Die Venova AG ist ein Schweizer Distributor für Klima- und Solarprodukte. Neben dem öffentlichen Webshop venova.ch, der auf Shopware läuft, beliefert das Unternehmen Fachkunden, vor allem Installateure und Wiederverkäufer. Für diese Kunden gelten eigene Preise und ein eigenes Sortiment.

Die Ausgangslage: B2B-Bestellungen per Telefon und E-Mail

Vor dem Projekt kamen B2B-Bestellungen per Telefon oder E-Mail. Der Verkauf nahm sie entgegen, klärte Preise und Verfügbarkeit und erfasste jeden Auftrag von Hand im ERP. Für das Team war das viel Routinearbeit, und Kunden mussten warten, bis jemand erreichbar war.

Venova wollte die Auftragserfassung automatisieren. Dabei sollte neben ERP und Webshop kein drittes System entstehen, dessen Daten separat gepflegt und abgeglichen werden müssen.

Was das Portal leisten musste

  1. Bestellen im Self-Service, rund um die Uhr
  2. Kundenspezifische Preise, so wie sie mit jedem Kunden verhandelt sind
  3. Kundenspezifische Sortimente: Jeder Kunde sieht nur, was für ihn freigegeben ist
  4. Automatische Übergabe jeder Bestellung an das ERP, ohne manuelle Nacherfassung
  5. Keine doppelte Datenhaltung: Produktdaten und Verfügbarkeit kommen aus den bestehenden Systemen

Die Lösung: ein individuell entwickeltes B2B-Bestellportal

Smart Dato hat b2b.venova.ch als eigenständige Webanwendung entwickelt. Startseite, Login und Registrierung sind öffentlich erreichbar, der Produktkatalog nur für freigeschaltete Kunden. Die Anwendung basiert auf Symfony 8 und PostgreSQL 17 und ist über Schnittstellen mit den Systemen verbunden, die Venova bereits nutzt.

Nicht jedes Unternehmen braucht dafür eine Individualentwicklung. Für viele Anforderungen sind B2B-Shops mit Shopware der schnellere Weg. Bei Venova sprach der bestehende Shopware-Shop für Endkunden dafür, den Fachhandelskanal separat aufzubauen und trotzdem auf dieselben Daten zuzugreifen.

So bestellt ein Fachkunde im Venova-Portal

  1. Registrierung

    Der Betrieb registriert sich online mit Firmendaten, UID/MWST-Nummer, Tätigkeitsfeld und einem Handelsregisterauszug als PDF. Privatkunden sind ausgeschlossen.

  2. Freigabe

    Venova prüft die Anfrage und schaltet den Kunden frei. Die Bestätigung kommt per E-Mail.

  3. Login mit Einmalcode

    Der Kunde gibt seine E-Mail-Adresse ein und erhält einen Code. Ein Passwort gibt es nicht.

  4. Eigene Preise und eigenes Sortiment

    Nach dem Login sieht er nur die für ihn freigegebenen Produkte zu seinen Konditionen.

  5. Live-Verfügbarkeit

    Zu jedem Produkt steht die aktuelle Verfügbarkeit.

  6. Bestellung

    Der Kunde legt Produkte in den Warenkorb und bestellt. Für die Zahlung ist PostFinance Checkout angebunden.

  7. Übergabe ans ERP

    Die Bestellung wird automatisch als Verkaufsauftrag in Microsoft Dynamics NAV angelegt.

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Kundenspezifische Preise und Sortimente

Im B2B-Geschäft hat fast jeder Kunde eigene Konditionen. Das Portal berechnet sie über eine eigene Preislogik pro Kunde, das Sortiment wird über Produktkategorien pro Kunde gesteuert. Kunden sehen dadurch keine Preise oder Produkte, die für sie nicht gelten. Ihre persönliche Preisliste können sie jederzeit als PDF erzeugen.

Anmeldung ohne Passwort

Kunden melden sich mit einem Einmalcode an, den sie per E-Mail erhalten. Wer möchte, bleibt 30 Tage angemeldet. In B2B-Bestellportalen ist das noch unüblich, erspart aber die Verwaltung vergessener Passwörter. Damit es im Alltag funktioniert, müssen die Codes zuverlässig ankommen, auch bei Kunden mit streng konfigurierten Schweizer Mailservern. Smart Dato hat den E-Mail-Versand deshalb gezielt auf Zustellbarkeit ausgelegt.

Anmeldung im Venova B2B-Portal: E-Mail-Adresse eingeben und Zugangscode anfordern
Login mit E-Mail-Adresse, der Zugangscode kommt per E-Mail.

Schweizer Besonderheiten: vRG und PostFinance Checkout

Für viele Elektrogeräte fällt in der Schweiz die vorgezogene Recyclinggebühr (vRG) an. Das Portal berücksichtigt sie bei Preisen und Bestellungen. Bezahlt wird über PostFinance Checkout, die Online-Zahlungslösung von PostFinance.

Drei Systeme, ein Bestellprozess

Das Portal verbindet drei Systeme, und jedes übernimmt die Aufgabe, für die es ohnehin da ist. Der Kunde bestellt an einer einzigen Stelle, alles andere läuft im Hintergrund.

Microsoft Dynamics NAV: Aufträge direkt ins ERP

Bestellungen werden über Web Services als Verkaufsauftrag in Microsoft Dynamics NAV (früher Navision) angelegt. Dazwischen liegt eine Message Queue. Ist das ERP kurz nicht erreichbar, zum Beispiel während einer Wartung, wiederholt das System die Übergabe automatisch, bis der Auftrag angekommen ist. Niemand muss Bestellungen abtippen. Mehr zu unserem Vorgehen: ERP-Integration und Schnittstellen.

Shopware: Produktdaten und Verfügbarkeit aus einer Quelle

Venovas öffentlicher Webshop läuft auf Shopware. Produkte, Kategorien und Hersteller werden von dort ins Portal synchronisiert, damit sie nur an einer Stelle gepflegt werden. Für die Verfügbarkeit hat Smart Dato die bestehende Logik des Shopware-Shops als wiederverwendbare REST-API bereitgestellt. Das B2B-Portal zeigt dadurch dieselbe Verfügbarkeit wie der Webshop, ohne dass die Regeln dafür ein zweites Mal programmiert und gepflegt werden müssen.

Ergebnisse

Fachkunden bestellen rund um die Uhr, auch außerhalb der Geschäftszeiten.

Jeder Kunde sieht seine verhandelten Preise und nur sein freigegebenes Sortiment.

Die Verfügbarkeit ist live sichtbar und stimmt mit dem Webshop überein.

Bestellungen erreichen Dynamics NAV automatisch, ohne manuelle Nacherfassung.

Das Portal startete mit rund 4.000 Produkten. Innerhalb weniger Wochen nach dem Launch wurden mehrere B2B-Kunden aufgenommen.

Der Verkauf wird entlastet von routinemäßiger Auftragserfassung.

Wie sich weitere Abläufe dieser Art lösen lassen, zeigt unsere Seite zu Bestellprozesse automatisieren.

Ähnliche Anforderungen in Ihrem Vertrieb?

Technologie

BereichTechnologieAufgabe im Projekt
AnwendungSymfony 8, PHP 8.4Webanwendung, Preislogik, Registrierung und Freigabe
DatenbankPostgreSQL 17Kunden, Konditionen, Bestellungen
OberflächeTailwind CSSResponsive Bedienoberfläche
InfrastrukturCloudflareVorgeschaltete Netzwerkschicht
ERPMicrosoft Dynamics NAV, Web ServicesVerkaufsaufträge
WebshopShopware, eigene REST-APIProduktdaten, Live-Verfügbarkeit
ZahlungPostFinance CheckoutOnline-Zahlung
AuftragsübergabeMessage Queue mit automatischen WiederholungenZuverlässige Übergabe ans ERP

Für wen sich diese Architektur eignet

Die Ausgangslage von Venova ist typisch für Distributoren, Großhändler und Hersteller, die über Fachhandel oder Wiederverkäufer verkaufen. Ein vergleichbares Portal ist dann sinnvoll, wenn mehrere dieser Punkte zutreffen:

  • Bestellungen kommen per Telefon, E-Mail oder Excel-Liste und werden im ERP nacherfasst.
  • Kunden haben eigene Preise, Rabatte oder ein eigenes Sortiment.
  • Webshop und ERP sind vorhanden, und das Portal soll deren Daten nutzen statt sie zu kopieren.
  • Ein Standard-Shopsystem bildet Preislogik oder Kundenfreigaben nur mit Umwegen ab.

In solchen Fällen ist Individualsoftware oft die sauberere Lösung, weil sie sich an die bestehenden Prozesse anpasst.

Projektverlauf und Betreuung

Vom Kickoff bis zum vollständigen Rollout vergingen rund drei Monate, umgesetzt wurde das Projekt 2026. Nach dem Launch betreut Smart Dato das Portal weiter und ergänzt Funktionen schrittweise, darunter die Live-Verfügbarkeit aus Shopware.

Häufige Fragen zum B2B-Bestellportal

Was ist ein B2B-Bestellportal?

Ein B2B-Bestellportal ist ein geschlossener Online-Bereich, in dem registrierte Geschäftskunden jederzeit zu ihren eigenen Konditionen bestellen. Preise, Sortiment und Verfügbarkeit sieht der Kunde erst nach dem Login, und zwar genau so, wie sie für ihn gelten. Bei der Venova AG ist das Portal der digitale Weg für Bestellungen, die früher per Telefon und E-Mail kamen.

Können verschiedene Geschäftskunden unterschiedliche Preise und Produkte sehen?

Ja. Im Venova-Portal berechnet eine eigene Preislogik für jeden Kunden die verhandelten Preise, und das sichtbare Sortiment wird über Produktkategorien pro Kunde freigegeben. Aus denselben Daten kann sich jeder Kunde seine persönliche Preisliste als PDF erzeugen.

Wie gelangen Bestellungen aus dem Portal ins ERP?

Automatisch. Jede Bestellung wird als Verkaufsauftrag über Web Services in Microsoft Dynamics NAV angelegt. Die Übergabe läuft über eine Message Queue: Ist das ERP kurz nicht erreichbar, wird der Auftrag automatisch erneut gesendet, statt verloren zu gehen. Eine manuelle Nacherfassung im Verkauf entfällt.

Lassen sich Shopware und Microsoft Dynamics NAV (Navision) verbinden?

Ja. Bei Venova liefert der öffentliche Shopware-Shop Produkt-, Kategorie- und Herstellerdaten an das B2B-Portal, und eine von Smart Dato entwickelte REST-API stellt die Live-Verfügbarkeit bereit. Dynamics NAV erhält die fertigen Aufträge. Ob ein Standard-Connector reicht oder eine individuelle Schnittstelle sinnvoller ist, hängt von Preislogik, Datenmenge und Anpassungen im ERP ab. Mehr dazu: ERP-Integration und Schnittstellen.

Wann lohnt sich ein individuelles B2B-Portal statt eines Standard-Shops?

Wenn Preis- und Sortimentslogik, bestehende Systeme oder Abläufe nur mit Umwegen in ein Shopsystem passen. Venova hatte bereits einen öffentlichen Shopware-Shop und wollte für Fachkunden einen eigenen Kanal, ohne Produktdaten doppelt zu pflegen. Für viele Unternehmen ist ein B2B-Shop mit Shopware die passende Lösung; wir beraten zu beiden Wegen. Was Shopware im B2B-Standard mitbringt, zeigt unser Beitrag über die Shopware B2B Suite und ihre Integrationen.

Wie lange dauert die Entwicklung eines B2B-Bestellportals?

Das hängt vom Umfang ab. Das Venova-Portal mit rund 4.000 Produkten und drei angebundenen Systemen war nach etwa drei Monaten vom Kickoff bis zum vollständigen Rollout live. Weitere Funktionen wie die Live-Verfügbarkeit kamen nach dem Start schrittweise dazu.

Funktioniert ein Login ohne Passwort für Geschäftskunden?

Bei Venova ja. Kunden melden sich mit einem Einmalcode an, der per E-Mail kommt; es gibt kein Passwort, das vergessen oder zurückgesetzt werden muss. Auf Wunsch bleibt man 30 Tage angemeldet. Voraussetzung ist, dass die Codes zuverlässig ankommen, deshalb wurde der E-Mail-Versand gezielt auf strenge Schweizer Mailserver abgestimmt.

Planen Sie ein B2B-Bestellportal?

Wenn Ihre Fachkunden noch per Telefon oder E-Mail bestellen und Ihr Team Aufträge ins ERP abtippt, sprechen wir gern über Ihre Ausgangslage. Im ersten Gespräch klären wir, welche Systeme angebunden werden müssen und ob ein individuelles Portal oder ein Shopware-B2B-Shop besser passt.

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